Kursdetails

Junge Wilde, Grenzgänger, Systemsprenger - Veränderungen der Personenkreise in der Eingliederungshilfe

Der Personenkreis der sogenannten „Jungen Wilden“ und „Systemsprenger“ stellt im Feld der sozialen Assistenz eine besondere Herausforderung dar, da er traditionelle Hilfe- und Unterstützungsstrukturen an ihre Grenzen bringt. Gemeint sind überwiegend junge Menschen mit komplexen psychosozialen Belastungen, die häufig durch impulsives Verhalten, wiederholte Beziehungsabbrüche, institutionelle Ablehnungserfahrungen sowie eine geringe Anschlussfähigkeit an bestehende Hilfesysteme gekennzeichnet sind.
Dieser Personenkreis lässt sich oftmals nicht eindeutig den klassischen Kategorien wie geistige Behinderung, Lernbehinderung, Autismus oder psychische Erkrankung zuordnen. Dadurch entsteht eine neue, schwer fassbare Gruppe, deren Klientel die Fachkräfte vor besondere Herausforderungen stellt und zugleich das Zusammenleben sowie die Zusammenarbeit innerhalb von Einrichtungen der Teilhabe maßgeblich beeinflusst.
Hieraus ergibt sich ein wachsender Bedarf an angepassten, flexiblen Konzepten, die sowohl den Bedürfnissen der betroffenen Personen als auch den Anforderungen der Einrichtungen gerecht werden. Die zweitägige Fortbildung setzt an dieser Stelle an und verfolgt einen mehrdimensionalen Ansatz, um unterschiedliche fachliche Perspektiven zu beleuchten und praxisnahe Handlungsstrategien zu entwickeln.
Ziel der Fortbildung ist es, den veränderten Personenkreis der sogenannten „Jungen Wilden“ und „Systemsprenger“ im Kontext sozialer Assistenz differenziert zu erkennen, zentrale Merkmale und Herausforderungen zu analysieren sowie bestehende Zuschreibungen kritisch zu reflektieren. Darauf aufbauend werden Ursachen für Motivationsprobleme und herausforderndes Verhalten erschlossen, um darauf basierend tragfähige Beziehungsansätze zu entwickeln und professionell zu gestalten. Zudem werden Handlungskompetenzen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten erweitert. Die Teilnehmenden setzen sich mit der Bedeutung von Struktur, Regeln und Konsequenzen auseinander, entwickeln Strategien zur Förderung von Motivation und lernen, gruppendynamische Prozesse differenziert zu analysieren. Abschließend wird die Fähigkeit gestärkt, in Krisensituationen reflektiert zu handeln und nachhaltige Interventionsstrategien im pädagogischen Alltag anzuwenden.

Kurstermine 2

Übersicht über alle Kurstermine (2) mit Datum und Ort
Nummer Datum Ort
1 Montag  •  02.11.2026  •  09:00 - 16:00 Uhr Dortmund, Alters-Institut (TFH)
2 Dienstag  •  03.11.2026  •  09:00 - 16:00 Uhr Dortmund, Alters-Institut (TFH)
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