Kombischulung: Basisschulung BTHG + ICF & Fallwerkstatt ICF - Praxiswissen ICF und BEI_NRW, 2 Tage
1. Tag: Praxiswissen BTHG + ICF
Mit dem Bundesteilhabegesetz wurde im Dezember 2016 eine umfangreiche Reform der Eingliederungshilfe angestoßen, die weit über die sozialrechtlichen Veränderungen hinausgeht. Leistungen sollen künftig personenzentriert geplant und erbracht werden sowie die Bedarfsermittlung ICF-basiert erfolgen. In diesem Seminar werden die wesentlichen sozialrechtlichen Grundlagen praxisbezogen vermittelt, die mit dem BTHG verbundenen Anforderungen reflektiert und die Systematik und Sprache der ICF anhand eines Fallbeispiels vermittelt.
Lernziele
Die Teilnehmenden…
… kennen die sozialrechtlichen Grundlagen der personenzentrierten Bedarfsermittlung und Leistungsplanung
… haben die praktischen Auswirkungen des BTHG auf die Angebote und Dienste der Eingliederungshilfe reflektiert
… besitzen ein Grundverständnis der ICF und des biopsychosozialen Modells von Behinderung und haben anhand eines Fallbeispiels einen Praxistransfer vollzogen
2. Tag: Fallwerkstatt ICF - Praxiswissen ICF und BEI_NRW
Die ICF-orientierte Planung und Dokumentation von Leistungen ist für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes unverzichtbar. Dabei geht es nicht nur um das Konzept der 9 Lebensbereiche von Aktivitäten, sondern auch um ein Verständnis bio-psycho-sozialer Wechselwirkungen von Person und Umwelt, durch die ein Mensch mit Beeinträchtigung überhaupt erst eine Behinderung erfährt. Die personenzentrierte Zielplanung stellt die zweite Herausforderung durch das BTHG dar: Die Leistungen sollen sich an den Wünschen und Zielen der Klient*innen orientieren. Dies kann je nach Lebenssituation der unterstützten Person eine Herausforderung darstellen.
Aufbauend auf der Fortbildung ‚Praxiswissen BTHG & ICF‘ geht es in der Fallwerkstatt um die Anwendung der ICF mit dem Ziel, eine möglichst sichere Anwendung im Arbeitsalltag zu ermöglichen. Anhand einer systematischen Darstellung des BEI_NRW wird ein diesbezügliches Grundverständnis geschaffen. Die Auseinandersetzung mit der Erarbeitung von Teilhabezielen sowie die damit verbundene Darstellung von Bedarfen runden die Fortbildung ab.
Lernziele
Die Teilnehmenden…
… haben ein Grundverständnis des biopsychosozialen Modells von Behinderung und der 9 Lebensbereiche der ICF erworben bzw. erneuert und können Wechselwirkungen dementsprechend beschreiben.
… gewinnen anhand der fallbezogenen Anwendung der ICF Erfahrungen und Sicherheit für den Arbeitsalltag.
… reflektieren die Chancen und Herausforderungen einer ICF-basierten Bedarfsermittlung hinsichtlich der Umsetzung des BTHG
… verstehen die Relevanz personenzentrierter Zielplanung und haben anhand eines Fallbeispiels die Erarbeitung von Zielen und die Differenzierung der unterschiedlichen Zielebenen erprobt.
| Kursnummer | 26-055-02 |
| Beginn | Do., 25.06.2026, um 09:00 Uhr |
| Ende | Fr., 26.06.2026, 16:30 Uhr |
| Dauer | 2 Termine |
| Kursort | Goerdtstr. 47, 44803 Bochum |
| Kursleitung |
Kilian Krämer
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| Entgelt | 230,00 € |
| Zielgruppen | Nur für Mitarbeitende der Unternehmensgruppe Ev. Johanneswerk gGmbH |
| Sachbearbeitung | Silke Bünger |
Kurstermine 2
| Nummer | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Donnerstag • 25.06.2026 • 09:00 - 16:30 Uhr | Bochum, Goerdthof |
| 2 | Freitag • 26.06.2026 • 09:00 - 16:30 Uhr | Bochum, Goerdthof |